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pulau kapas frühstück

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In Pulau Kapas verbringen wir unsere Cornona-Quarantäne, was in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung ist. Rose ist eine hervorragende Köchin und wird tatkräftig von ihrem Angestellten Yo unterstützt.

Das Frühstück ist teilweise typisch malaysisch, teilweise europäisch. Angeboten wird die Spezialität Roti Canai, einer in der Pfanne zubereitetem Fladenbrot mit wahlweise Curry, Bananen, Ananas, Schokolade, Honig, Zucker, süßer Milch oder flüssiger Schokolade.
Weiterhin gibt es kleine Pfannkuchen mit den gleichen Beilagen, denen gelegentlich frische Kokosnuss beigemengt wird.
Wer es lieber europäisch mag, bekommt Toast mit verschieden zubereiteten Eierspeisen wie Omelette oder Rührei oder ganz einfach Joghurt mit frischen Früchten.
Seit wir die einzigen Gäste dank der Corona-Pandemie sind, überrascht uns Rose auch mit Gerichten, die nicht auf der Karten stehen, wie einem gut gewürzten malaysischen Porrdige.

Neben Kaffee gibt es verschiedene Teesorten, die mit frischen Zutaten wie Ingwer oder Limonengras angeboten werden. Außerdem werden Fruchtshakes aus lokalen Früchten wie Kiwi, Ananas, Drachenfrucht, Mango oder Papaya mit vom Festland geliefertem crushed ice serviert.

Auf der Insel Pulau Lang Tengah in Malaysia unternehmen wir einen Schnorcheltrip, bei dem wir die Korallenlandschaft genießen. Das Meer ist voll von Plankton.

Schnorchelausflug auf Pulau Lang Tengah

Wieder gaben wir dem Frühstück hier eine Chance, doch demnächst verzichten wir hierauf. Obwohl Oliver kein anderes Gericht wählte, wollten sie uns keinen zweiten Obstteller (bestand diesmal aus einer geschälten Orange) bringen.

Um kurz vor 9 Uhr fanden wir uns im zum Resort gehörenden Tauchcenter ein. Wir bekamen Schwimmwesten und Flossen sowie einen kurzen Überblick über die Ziele um die Insel heraum.

Als Erstes holten wir noch eine andere Familie ab und fuhren dann über ruhiges Wasser zum ersten Schnorchelspot. Hier zeigte sich eine wunderschöne Korallenlandschaft, die schön zu überschwimmen ist. Fische waren hier eher wenige, doch wenn sie kamen, traten sie in Schwärmen auf und umzingelten einen. Unangenehm war das Plankton, das die Haut angreift. Besonders schmerzhaft ist das auf den Lippen, was wir schon auf Pulau Kapas zu spüren bekamen.

Der zweite Schnorchelspot lag etwas hinter der Insel. Auch hier zeigten sich unberührte Korallen mit wenigen Fischen. Überraschenderweise entdeckte ich drei Tintenfische, die wir nur bei unserem Ausflug auf Pulau Kapas mal gesehen hatten.

Zwar bewegt man sich mit Flossen schneller voran, doch ist der verstärkte Druck nicht besonders kniefreundlich, weshalb ich darauf verzichtete. Die Schwimmwesten trugen wir nur während der Bootsfahrt.

Nachmittag im Seaview Café

Den Nachmittag versuchten wir nochmal unser Glück im Restaurant hinter unserem Resort. Wieder trafen wir den nicht gut Englisch sprechenden Angestellten, der seinen Boss für uns anrief. Er vertröstete uns auf den folgenden Tag, doch dann werden wir schon auf dem Weg nach Pulau Kapas sein. Also gehen wir wieder in das Seaview Café. Bis zum Abend blieben wir da und genossen die Aussicht auf das klare Meer.

Zwei Nächte verbringen wir auf der Insel Pulau Perhentian Besar in Malaysia, die sehr touristisch erschlossen und familienfreundlich ist.

Unterkunft auf Pulau Perhentian Besar

Nach zwei Nächten im Zelt, was definitiv ein Erlebnis war, brauchten wir ein richtiges Bett und einen Ventilator. Über den Stefan Loose Reiseführer, den ich mir aus einem Resort (KBC) auf Pulau Kapas ausgeliehen hatte, fanden wir eine Unterkunft, die noch eine Platz für uns hatte. Manche Unterkünfte lassen sich nicht über die üblichen Buchungs-Portale, sondern nur über die jeweiligen Homepages oder telefonisch erreichen.

Nach dem Frühstück im Rainforest Café (Oliver hatte meinen Koffer durch den Dschungel getragen) brachte uns ein Taxi-Boot auf die andere Teilinsel von Pulau Perhentian. Obwohl es sich nur um ein kleines Holzboot handelte, fühlten wir uns sehr sicher, da die See sehr ruhig war.
In zweiter Reihe hatten wir eine Doppelhaus-Hälfte mit eigenem Bad, Terrasse und Klimaanlage für ca 25 € / Nacht (Abdul’s Chalets).

Wir hatten einen Ausblick auf viele Fischerboote und den anderen Inselteil Pulau Perhentian Kecil. Direkt gegenüber von uns liegt die Perhentian Island Mosque. Der Strand ist sehr familienfreundlich, denn das Wasser ist in einen Schwimm- und einen Schiffs-Bereich abgetrennt. Die Fische hier sind jedoch sehr aggressiv und beißen die Schwimmer. Wahrscheinlich sind sie es gewohnt, von Touristen gefüttert zu werden.

An beiden Abenden saßen wir im nebenliegenden Tuna Bay Island Resort, das fangfrischen Fisch und auch verschiedene Weine und Biere anbietet.

Interessante Beobachtung auf beiden Perhentian Inseln: Es war voll mit westlichen Familien mit holländischen, französischen und britischen Akzenten. Man könnte meinen Malaysias Außengrenzen sind wieder offen. De facto scheint es eine ganze Menge Expats mit europäischem Background in Malaysia zu geben… Hatten wir so auch nicht vermutet.

Die beiden Inseln von Pulau Perhentian gelten als die Malediven Südostasiens. Die Inseln sind beliebte Touristen und vor allen Backspacker-Spots, die von vielen Touristen wegen den tollen Unterwasserwelt aufgesucht werden. Als erstes beziehen wir Quartier im Dschungel und schnorcheln im nördlichen Teil der kleineren Insel (Pulau Perhentian Kecil).

Ankunft in Wakaf Bharu am 15. Juli

Nach wenig Schlaf im Nachtzug wollten wir zu unserer Unterkunft in der Nähe von dem Fähranleger in Besut fahren. In einem Chat mit dem Inhaber der Unterkunft stellte sich jedoch heraus, dass die vermeintlichen Queen-Size Betten nur 1,80 m lang sind. Zum Glück zeigte er sich einsichtig, dass wir nach einer Nacht im Zug nicht wieder in einem so kleinen Bett schlafen wollten und machte uns sogar alternative Hotelvorschläge.

Das Tok Aman Bali Beach Resort war ansprechend und genügte unseren “Ansprüchen”. Das Hotel ist zwar stark in die Jahre gekommen, doch hatte es noch einen gewissen Charme. Die Klimaanlage pustete nur wenig Luft ins Zimmer, morgens lärmten Kinder im Pool, das Abendessen war das schlechteste in ganz Malaysia (bis dahin – wir wissen bereits, es kommt noch schlimmer).

Pulau Perhentian – Leben im Dschungel, 16. Juli

Es war angenehm, im teilweise klimatisierten Hotelzimmer aufzuwachen. Zum Frühstück gab es ein tolles Frühstücksbuffet, das wir auf der Terasse mit Blick auf den See zu uns nahmen. 

Kurze Zeit später saßen wir auch schon im Grab-Taxi und fuhren ca. 7 km zum Busan Jetty. Unsere Tickets bekamen wir sehr schnell und durften sofort ins Boot steigen. Die Fahrt dauerte etwas über eine halbe Stunde und führte uns über strahlend blaues, klares Wasser auf ruhiger See. An einem kleinen Strandabschnitt wurden wir abgesetzt und entdeckten sofort das Rainforest Café, hinter dem der Campingplatz liegen sollte.

Der Weg zu unserem Zelt führte über Bäume und Wurzeln immer tiefer in den Dschungel hinein. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, denn ich hatte extra vorher gefragt, wie beschwerlich der Weg sei, da wir ja das ganze Gepäck mitschleppen mussten. Netterweise half mir ein Angestellter meinen 22 kg schweren Koffer zu tragen.

Der Anblick der auf Pfählen aufgebauten Zelte entschädigte uns für den Weg. Wir bekamen das erste Zelt, das in der Nähe der Open-Air-Duschen und -Toiletten lag. Alles war sehr tip top sauber. Im Zelt konnten wir sogar stehen und hatten genug Platz für das Gepäck.

Mit Schnorcheln und Badesachen bekleidet kletterten wir wieder hinunter und sprangen in das kühle Nass. Anders als auf Pulau Kapas waren hier nicht so viele Korallen und man konnte sehr gut schwimmen. Gelegentlich kamen ein paar Fische vorbei geschwommen, aber nach drei Monaten auf Pulau Kapas konnte nicht mehr viel Neues kommen.

In einer kleinen Bucht schwamm plötzlich ein Hai an mir vorbei. Geistesgegenwärtig zog ich schnell die Kamera und erwischte ihn tatsächlich noch, auch wenn er im Film nur klein und unscheinbar wirkt.

Begegnung mit einem Hai auf Perenthian

In der nächsten Bucht konnte man Cafés und Boote entdecken. Da wir jedoch kein Geld dabei hatten, war das kein reizvolles Ziel, sodass wir wieder zurück schnorchelten.
Dabei entdeckte ich einen quallenartigen Fisch mit einem riesigen Kopf mit Zähnen. Was das wieder war?

Im Rainforest Café nahmen wir noch eine Kleinigkeit zu uns, bevor es zurück zum Zelt ging.
In der Nacht gingen der Generator und das Licht aus, so dass wir den Geräuschen der Natur lauschen konnten. Mitten in der Nacht fing es dann an, in Strömen zu regen. Wir hatten zwecks Belüftung nur die Fliegennetztür zugegezogen und hatten Bammel, komplett nass zu werden. Doch die Zelte sind so gut mit Regenplanen ausgestattet, dass das kein Problem war.

Spaziergang über die Insel Pulau Perhentian Kecil, 17. Juli

Am nächsten Morgen wachten wir recht früh auf und gingen frühstücken. Der Kaffee schmeckte hier recht lecker, doch war er wieder mega süß, wie überall in Malaysia.

Heute wollten wir über die Insel spazieren. Der Weg führte an der Strecke vorbei, die wir tags zuvor geschnorchelt waren. Über gepflasterte, sehr unebene und teilweise rutschige Wege (es hatte nachts geregnet) marschierten wir zu einem Strandabschnitt mit Cafés. Die Unterkünfte auf dem Weg sahen sehr heruntergekommen aus. Da hatten wir schon Glück mit unserem auf Pfählen befestigtem Zelt.

An der Spitze der Insel Perhentian Kecil liegt ein großes Resort. Nur wenn man da durch geht, gelangt man zum nächsten Strand, wo wir Rosemarys Café aufsuchen wollten. Der Strand war eine große Baustelle mit allerlei Maschinen, die bei uns schon lange nicht mehr über den TÜV gekommen wären. Das Café jedoch war sehr nett. Hier werden Katzen wieder aufgepäppelt und man erzählte uns viel über die Rettung und Auswilderung von Baby-Schildkröten.

Nachdem wir wieder zurück waren, beschlossen wir, in dem Restaurant neben dem Zeltplatz einzukehren. Mein Tintenfisch mit Reis war sehr trocken, doch es war angenehm, dort zu sitzen. Oliver sprang nochmal ins Wasser, während ich mir anschaute, was Reisende für Bücher zurückgelassen hatten. Das einzige deutschsprachige Buch war eines über die schönsten Wanderrouten in Deutschland. Wer liest denn sowas, wenn man in Malaysia ist?

Wieder gingen wir sehr früh ins Zelt. Obwohl mittlerweile auch andere Bewohner auf dem Zeltplatz waren, benahmen sich alle so, wie es sich für die Einsamkeit im Dschungel gehört. Man lauschte der Natur und genoss die Einsamkeit.

Wir erreichen die Insel Pulau Kapas an der Ostküste Malaysias, schnorcheln und entdecken neue Meeresbewohner. Unser neue Hütte grenzt direkt an den Dschungel, so dass wir unseren Wohnraum mit Riesenspinnen (handgroß), Leguanen und Fledermäusen teilen müssen.

Fahrt mit dem Motor-Boot zur Insel Pulau Kapas

Aus unserem Hotel konnten wir ohne persönlichen Kontakt auschecken. Oliver versuchte noch vergeblich Geld zu organisieren, weil es auf der Insel Pulau Kapas keine Geldautomaten gibt. Also können wir nur solange bleiben, bis unser Bargeld aufgebraucht ist. Ich füllte derweil unsere Wasserflaschen an der Refill-Station des Hotels auf.
Am Bootsanleger, der von unserer Unterkunft auf der Insel Pulau Kapas genau beschrieben wurde, erstanden wir Tickets für die Hin- und Rückfahrt und konnten sofort zum Bootsanleger gehen. Dort erwartete uns eine Gruppe Malaien, die zu einem Verkäufer-Workshop auf die Insel fahren wollten. Alle waren sehr bunt bekleidet, über die Kopftücher wurden riesige Strohhüte gestülpt. Eine lustige Truppe. Doch wir passten nicht alle auf ein Boot, weshalb wir mit zwei weiteren Touristen ein Extra-Boot bekamen. Innerhalb von 10 Minuten erreichen die kleine Insel Pulau Kapas. Schade, dass wir nicht wie auf Fidschi mit Gesängen empfangen wurden. Stattdessen bestaunten die Besucher der Terrasse die neuen Gäste.

Eine Hütte am Strand, die an den Dschungel grenzt

Unsere Hütte (Rose 2) war über wenige Stufen erreichbar. Ein Bett, ein Kleiderständer und ein angrenzendes Bad. Natürlich hört sich das alles nach einem ganz normalen Hotel an, aber wir befinden uns auf einer Insel, welche von Dschungel bedeckt ist. Unsere Hütte wird wahrscheinlich noch von anderen Kleintieren bewohnt. Das Bad ist lediglich durch ein löchriges Fliegengitter vom Dschungel entfernt, aus der Dusche kommt Salzwasser.
Durch unsere Reisen haben wir gelernt und genossen, auf Luxus wie fließendes Wasser und Strom zu verzichten, weshalb auch diese Unterkunft unseren Ansprüchen genügt.
Im Bett hört man dafür das Meer rauschen.

Frühstück gibt hier den ganzen Tag. Hier lernten wir das gesamte Personal kennen, was sehr freundlich und den Gästen zugewandt ist. Es werden Pfannkuchen und Roti Canai (eine malaiische Spezialität) in diversen Variationen angeboten. Zu trinken gibt es frisch gepresste Shakes aus verschiedenen heimischen Früchten.

Schnorcheln und Spaziergang in Richtung Pulau Gemia

Nachmittags schnappten wir unsere Schnorchel und erkundeten das Wasser. Es war glasklar und beherbergte verschiedenste Fischarten, die wir schon auf Pulau Tioman kennen gelernt hatten. Im tieferen Wasser fanden wir etwas Neues: es gibt Pflanzen (Federkorallen?), die aussehen, als wären sie Frisuren von Comic-Figuren, wurstig-flauschig eben. In ihnen schwimmen Clown-Fische, die wir hier zum ersten mal gesehen hatten. Manchmal ziehen sich zusammen, so dass sie aussehen wie lila Turnbeutel (Beschreibung von Oliver). Hier wäre eine Unterwasser-Kamera sicher hilfreich, doch wir brauchen beide Hände und Arme, um zu schwimmen.

Die Insel ist durch Stege und Treppen zu umrunden. Abends kraxelten wir zu Fuß die Treppen rechts von unserer Unterkunft entlang. Von dort sieht man die nahe liegende Insel Pulau Gem, die ein Geheimtipp (noch geheimer als Pulau Kapas) sein soll. Bereits von Weitem sahen wir ein riesiges Ressort und davor etliche Boote mit Einheimischen, alle mit einer Schwimmweste ausgestattet. Auf dem unbewohnten Strand direkt gegenüber der Insel sammelte sich Plastikmüll, der vom Meer angeschwemmt wurde. Da wo keine Unterkünfte sind, kümmert sich keiner um den Dreck. Ich sammelte einige muschelbesetzte Flipflops und warf sie in einen angeschwemmten Korb. Ein Weitertransport war uns leider nicht möglich, da die Treppen zu eng und zu steil waren.

Abendessen mit einer Auswahl lokaler Spezialitäten

Speisekarte Pulau Kapas
Speisekarte Pulau Kapas

Bis 16 Uhr muss man das Abendessen vorbestellen. Es gibt eine Auswahl á la carte Gerichte und eine Auswahl an Fisch- und Fleisch, die man mit verschiedenen Anrichtungsarten kombinieren kann. Wir wählten der Spezialität des Hauses, eine Auswahl landestypischer Gerichte, was die Besitzerin Rose sehr freute, denn sie ist auch gleichzeitig Köchin.
Alles schmeckte vorzüglich. Mehr dazu unter Malaysia: Pulau Kapas-Food (folgt in Kürze).


Singapur und Malaysia waren die ersten Destinationen unserer Weltreise, die wir schon vor der Weltreise einige Male besucht hatten und umfassend kannten. Daher waren hier eigentlich nur kurze Aufenthalte vorgesehen. Für Singapur ist uns das tatsächlich auch noch gelungen…

Allgemein

Südostasien war der Teil auf der Weltreise, den wir bereits am besten kannten. Außer auf den Philippinen, in Brunei und Laos waren wir bereits mindestens einmal in allen Ländern der ASEAN. Der Gedanke, in einem dieser Länder mal länger als nur die üblichen zwei Wochen Schulferien zu bleiben, ist uns freilich schon häufiger in den Sinn gekommen – war sogar zeitweise anfangs Teil unserer Sabbathical Erwägungen, ist aber letztlich der Priorität, die Erde zu umrunden, gewichen. Mit COVID19 hatten wir nun doch die Chance mal ein Land von innen nahezu touristenfrei kennenzulernen.

Land und Leute

Tiefer in ein Land eintauchen als zu einem Pandemie Lockdown, bei dem eine mega nette malaysische Familie uns bei sich aufnimmt, gibt es vermutlich kaum. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Malaysier war uns nicht neu, aber trotzdem weiterhin überwältigend. Wo sonst wird man am nächsten Morgen beim Frühstück darauf hingewiesen, dass man versehentlich am Vorabend beim Bezahlen zu wenig Wechselgeld erhalten hat (so geschehen auf Pulau Tioman)? Zudem trifft man in Malaysia viele verschiedene Kulturen an (Malayen, Chinesen, Inder, westliche Expats).

Malayische Gastfreundlichkeit
Malaysische Gastfreundlichkeit

Neben sehr herzlichen und hilfsbereiten Menschen öffnet sich einem ein ausgesprochen abwechslungsreiches Land. Kuala Lumpur hat etwas Futuristisches, fast Dystopisches. Die Inseln im Osten können durchaus mit Traumdestinationen wie Fidschi mithalten. Die Städte sind oriental (Kuala Terengganu, Kota Bharu), kolonial (Georgetown, Melakka), beschaulich (Ipoh, Kuala Kangsar, Taiping), westlich (Langkawi, Johor Bharu) oder mitten im ältesten Dschungel der Welt (Kuala Tahan, Kuching).

Die beiden wichtigsten Begriffe in Malaysia sind: Makan – Tidor (dt.: Essen – Schlafen). Man mag es, gut und viel zu essen. Gesunde Ernährung steht nicht ganz weit oben. Es wird liebend gerne frittiert (deep-fried), ein paar hartgekochte Eier hinzugefügt und viel Reis (Nasi) gegessen. Fleisch ist zudem fast immer Bestandteil der Gerichte. Und wenn es nicht scharf (spicy) ist, ist es sehr süß (Kacang, ABC). 

Getrunken wird hauptsächlich Kaffee (Kopi Susu, mit sehr süßer Milch), gesüßter Tee (Teh Tarik) oder andere sehr stark gesüßte Getränke mit viel Eis. Obwohl Malaysia sehr islamisch geprägt ist, bekommt man in jeder größeren Stadt Alkohol – üblicherweise im jeweiligen Chinatown District. Allerdings ist das ganze etwas teurer als in Europa (aber weitaus billiger als beispielsweise in anderen islamischen Ländern in Nordafrika oder den Emiraten). Einige Inseln wurden gar als Duty Free Zonen erklärt (Tioman und Langkawi) – hier kommt man tatsächlich noch sehr günstig nicht nur an Bier und Spirituosen, sondern auch Zigaretten und Parfum.

Auch wenn die Malaysier sehr herzliche und nette Menschen sind – können sie einen manchmal zur Weißglut bringen. In Geschäften hatten wir sehr häufig den Eindruck, dass die Verkäufer dort gar nicht wissen, warum sie da sind (außer um die Klimaanlage zu genießen). Beispiel: Wir waren Schuhe kaufen für die älteste Enkelin unserer Gastfamilie in einer festen Verkaufsbude. Die Verkäuferin guckte sich unsere Bemühungen zurückhaltend an. Auf Nachfrage nach der Passform bei Schuhen, die offensichtlich viel zu groß waren, kam nur ein lächelndes “Passt perfekt”. Auf die Frage, ob es die Schuhe in einer kleineren Größe gibt, gab es nur ein Schulterzucken. Wir fanden schließlich selbst ein Exemplar in kleinerer Größe im Regal.
In Kuala Terengganu fanden wir einen gut sortierten Buchladen. Allerdings funktionierte die Kartenzahlung nicht und wir verließen das Geschäft mit Waren, ohne dass dafür etwas abgebucht wurde. Natürlich beglichen wir die Rechnung ein paar Tage später, nachdem uns das aufgefallen war, in bar. Ob das jemand aus dem Geschäft verstanden hat und wie das letztendlich verbucht wurde, bleibt weiterhin unklar.

Überhaupt beeindruckt man scheinbar beim Personal lieber mit Masse statt Klasse. Bei Watsons (Drogeriekette) hatten wir den Eindruck stets mindestens zweimal so viel Personal im Geschäft vorzufinden wie eigentliche Kunden. Auch hier ist keiner im Umgang mit Kartenzahlung vertraut, doch ließen sie es sich durchgehend erklären, denn die Technik dafür ist ja da.

Unterkünfte

Von der einfachsten Hütte am Strand, über ein Zelt im Dschungel bis hin zu 5-Star-Resorts haben wir in Malaysia alle Unterkünfte bewohnen dürfen.

Natürlich ist uns unsere Hütte “Kemboja” auf Pulau Kapas nach ca. 3 Monaten, die wir dort gewohnt haben, sehr ans Herz gewachsen.
Allerdings gibt es bei dem schönen, monatelangen Strandleben auch die eine oder andere Schattenseite. Die Luftfeuchtigkeit, insbesondere nahe am Salzwasser, sorgt dafür, dass Rost und Schimmel ein immer vorhandener Begleiter sind. Sogar unsere Lederportemonnaies haben Schimmel angesetzt. Schaltet man den Ventilator nur mal für ein paar Minuten aus, umgibt einen der muffige Schimmelgeruch. Wer damit Probleme hat, für den ist vermutlich ein längerer Aufenthalt auf einer malaysischen Insel kein guter Rat.

Gleiches gilt für fließendes Wasser (kann auf einer Insel schon mal ausfallen) oder elektrischen Strom. Wer sein Handy kontinuierlich braucht, sollte geladene Powerbanks dabei haben.

Grundsätzlich haben die Malaysier das Motto “Maybe Tomorrow” perfektioniert. Gerne werden Dinge angefangen, aber nicht unbedingt zu Ende gebracht. Vielerorts findet man “halb fertig gebaute” Häuser, die wohl niemals wieder jemand weiterbauen wird.

Hausbau ist überhaupt ein gutes Stichwort: Pfusch am Bau wurde hier wohl mitkonzipiert. Auch bei besseren Hotels haben längere Treppen stets verschiedene Stufenhöhen. Man hat oft den Eindruck, dass die Arbeiter beim Bau unkoordiniert an verschiedenen Stellen angefangen haben. Anders lassen sich die vielen Stolperstufenübergange in großen, eigentlich ebenen Räumen oder Terrassen, schwer erklären.
In jedem Kronleuchter fehlen Glühbirnen. Es gibt selbst in designierten Superior-Rooms Löcher in der Wand, aber keiner weiß, wofür man die gebohrt hat.

Unterkünfte sind normalerweise für Südostasien vergleichsweise teuer. Wir hatten zu COVID19 Zeiten allerdings immenses Glück, mit erheblich niedrigeren Preisen konfrontiert zu sein. Teilweise sind die Preise um bis zu 70% eingebrochen.

Logistik und Verkehr

Der Verkehr in Südostasien wird häufig assoziiert mit rumpeligen, gequetschten Minibusfahrten, überteuerten Tuk Tuk- bzw. Taxifahrten und Billigfliegern von Scoot, AirAsia und Co.
Malaysia ragt hier jedoch positiv raus:
So gibt es:

  • gut ausgebaute Zugnetze: Allerdings nicht mehr so gut ausgebaut wie vor einigen Jahren, in denen man noch von Singapur nach Bangkok im selben Zug durchfahren konnte. Leider lässt auch die für die Nachzüge seit Jahren angekündigte erste Klasse lange auf sich warten, sodass Nachtfahrten nur im Großraumschlafwagen möglich sind.
  • ein dichtes preisgünstiges Überlandbussystem: Die App Redbus ermöglicht es, nahezu alle Verbindungen bargeldlos zu buchen. Die Busse sind meist recht bequem, machen regelmäßig Pausen und haben Klimaanlage. Der Fahrstil einiger Fahrer war jedoch etwas gewöhnungsbedürftig
  • Grab: Für die kurze Strecke (bis 50 km) bietet sich ein Taxi per Grab an. Die App erinnert sehr an UBER, erlaubt bargeldloses Zahlen von Festpreisen und war immer sehr zuverlässig. Mittlerweile kann man mit Grab auch in Geschäften bezahlen oder Essen nach Hause bestellen
  • Billigflüge: Wenn es dann doch mal schnell gehen muss, gibt es mit Malindo, AirAsia und Firefly gleich drei sehr günstige Billig-Airlines. Allerdings geht es (insbesondere nach COVID) AirAsia und Malindo nicht mehr so gut. Wir mussten leidvoll erfahren, dass Stornierungen und Rückerstattungen bei diesen beiden Airlines sehr schwierig oder nicht möglich sind. AirAsia hat scheinbar gar keinen Kundenservice mehr mit Menschenkontakt
  • Fähren: Für viele Inseln die einzige Möglichkeit. Leider sind die Fähren häufig vergleichsweise teuer. Häufig kommen noch Gebühren für den Nationalpark hinzu.
  • PKW: Wir selbst sind nicht gefahren, hatten aber häufig das Vergnügen, auch privat im PKW mitfahren zu dürfen. Grundsätzlich macht das Straßennetz von Malaysia einen sehr guten Eindruck. Allerdings ist Malaysia auch eine kleine Rennfahrernation und einige Male haben wir schon etwas geschwitzt. Anschnallen wird eher als Empfehlung verstanden. Fast schon typisch sind die im Auto vorne rumtobenden Kinder, die der Fahrt auch kein beruhigenderes Gefühl geben.

Alles in allem fühlt man sich logistisch in Malaysia schon auf westlichem Niveau. Allerdings liegt man auch bei den weltweiten Unfallstatistiken ganz weit vorne, was insbesondere zu “Balik Kampung” immer wieder sichtbar wird.

Kosten und Geld

Die ASEAN Länder sind ja grundsätzlich für die deutlich günstigeren Lebenshaltungskosten bekannt. Malaysia macht da keine Ausnahme. Der malaysische Ringgit (ca 5:1 zum Euro) ist eine recht stabile Währung, bei der man für viele Dinge des alltäglichen Lebens durchaus Preise kalkulieren kann, die 1:1 zum Euro stehen. D.h. wenn man für Lebensmittel und Essen im  Restaurant in Deutschland x Euro bezahlt, so bezahlt man in Malaysia x Ringgit – also ca. 20%. Taxifahren ist extrem billig, Tanken dank Petronas ebenfalls (volltanken für 50-70 Ringgit). 

Ausnahmen sind Luxusgüter, Alkohol und Unterkünfte (ob Hotels oder Condos), wobei man bei den ersteren beiden von den Duty Free Gebieten (Tioman, Langkawi) Gebrauch machen kann. Was die Unterkünfte angeht, hatten wir aufgrund der fehlenden Touristen wegen COVID19 noch Glück, teilweise sehr günstig (10 EUR pro Nacht in einer luxeriösen Hütte in Taman Negarah) zu wohnen.

Bargeldloses Bezahlen ist grundsätzlich möglich. Allerdings sind viele Verkäufer nicht komplett geschult und lehnen Bezahlung per Handy (GooglePay) ab, weil sie es einfach nicht kennen. In 7/11 (Supermarkt) wird gerne mal gesagt, dass die Kreditkartenmaschine kaputt sei oder nur lokale Karten annimmt. Etwas nervig. Insbesondere wenn sich zu COVID Zeiten das kontaktlose Bezahlen aus Infektionsschutzgründen anbietet.

Bargeldabhebungen sind auch ein Abenteuer. So bekommt man nicht an allen Geldautomaten mit allen Karten überhaupt Geld. Selbst die VISA Wunderkarte der DKB verliert ihre Magie. Entweder sie geht gar nicht oder man bekommt nur einen bestimmten  Betrag pro Auszahlung (1000 Ringgit) bzw. insgesamt pro Tag (4000 Ringgit). Auf den Inseln ohne ATM und Kreditkartenmöglichkeit ist viel Bargeld häufig essentiell – gerade in einem Lockdown.

Bekommt man schließlich Geld wird die Gebührenfreiheit, welche die DKB verspricht, dadurch kompromittiert, dass die lokalen Banken einfach undifferenziert auf den Abhebebetrag noch Gebühren draufschlagen,

Und sonst…

Von allen Ländern, in denen man einen COVID-Lockdown hätte verbringen müssen, ist aus unserer Sicht Malaysia nach wie vor die mit Abstand beste Wahl. Insbesondere, wenn man – wie wir – das Glück hatte, auf einer einsamen Insel ohne wirkliche Bewegungseinschränkungen leben zu können.

Natürlich gibt es viele Dinge, mit denen sich viele vermutlich schwer tun würden. Seinen es “nette Überraschungsgäste in der Wohnung” (Spinnen, Skorpione, Tausendfüßler, etc.), die ständige Luftfeuchtigkeit oder die etwas sehr entspannt chaotische Lebenseinstellung. Zudem hat Malaysia definitiv ein Müllproblem, das man zwar vordergründig nicht immer und sofort wahrnimmt. Geht man jedoch tiefer ins Land und an die Ecken der Trauminseln, die nicht über die ausgetretenen Touristenpfade angeschlossen sind, findet man Unmengen an Plastikmüll. Solange es für jeden Mist im Supermarkt Plastiktüten gibt, wird sich hier wohl auch nicht viel ändern. Außerdem werden Getränke fast ausschließlich in Einweg-Plastik-Flaschen angeboten.

Bei alledem – denkt man über einen längeren (Expat-)Aufenthalt im Ausland nach – steht für uns immer noch mehr auf der Plus-Seite; In Malaysia kann man durchaus auf westlichem Standard leben mit wenig Geld. Dazu ist man sehr schnell an anderen Traumdestinationen wie Thailand, Indonesien oder den Philippinen. Eine Reise nach Australien oder Neuseeland ist plötzlich auch mal für 2 Wochen möglich. Die Menschen sind wesentlich entspannter und die kulturelle Vielfalt ist riesig.

Zum Schluss noch alle Tagebuch-Artikel zu Malaysia in chronologisch aufsteigender Reihenfolge.

Von dem Taman Negara Nationalpark in Malaysia geht es per Privatvan in die Cameron Highlands. Wegen Corona sind die Verkehrswege noch sehr eingeschränkt.

Fahrt vom Taman Negara Nationalpark in die Cameron Highlands mit einem Privatvan

Recht früh mussten wir unser Zimmer räumen, damit wir um 9 Uhr frühstücken gehen konnten. Bard begleitete uns zu Fuß zu einem Restaurant, in dem man morgens schon Curry-Gerichte bekam. Sehr lecker. Außerdem nahmen wir lokale Nachspeisen mit Kokos und Bohnen für die Fahrt mit.

Da aktuell kaum Busse verkehren, hat uns Bard einen Privat-Van nach Tanah Rata, Cameron Highlands, organisiert. Wir hatten den kompletten Bus für uns, so dass jeder eine Reihe belegen konnte.

Unterwegs machten wir eine kurze Pause in Jerantut, wo wir die dreckigste Toilette Malaysias benutzen durften.
Weiter ging es durch das kurvenreiche Gebirge. Wir fühlten uns trotz der schnellen Fahrweise in den Bergen recht sicher.

Der Fahrer brachte uns direkt zu unserem kurz zuvor gebuchten Hotel, das uns in einem anderen Gasthaus in Kuala Tahan empfohlen wurde.

Cameron Highlands

Um 14.30 Uhr erreichten wir das Father’s Guesthouse, wo wir ein Zimmer mit Balkon gebucht hatten. Im Vergleich zu dem Platz, den wir auf Pulau Kapas hatten, kam uns das saubere Zimmer mit Dusche recht klein vor.
Die Menschen an der Rezeption waren sehr freundlich und halfen uns bei einer Tourbuchung für den nächsten Tag. Wir wollten uns die Teeplantagen und den Mossy Forest anschauen. Für eine geführte Privattour (es waren ja keine anderen Touristen da) war es erstaunlich günstig: 50 Ringgit pro Person, was etwa zehn Euro sind.

Am Taxistand fanden wir einen netten Taxifahrer, der uns zum Cameron Valley Tea House 2 fuhr. Wir hatten noch eine Stunde Zeit, bevor das Geschäft und das Café schließen sollten, weshalb der Fahrer netterweise auf uns wartete. Wir testeten mehrere Teesorten zu einem Stück Green-Cheesecake und Scones mit Erdbeermarmelade. Die Aussicht war atemberaubend, doch trotz fehlender ausländischer Touristen war es sehr voll.

Am Abend entdeckten wir ein tolles indisches Restaurant, das wir nur weiterempfehlen können. So lecker haben wir in Deutschland noch nicht indisch gegessen. Bars hatten natürlich noch geschlossen (wegen Corona), so dass wir den Abend im Hotel ausklingen ließen und schnell einschliefen.

Durch die Möglichkeit, wieder Interstate zu reisen, genießen wir noch einige Hightlights von Malaysia. Im Taman Negara Nationalpark machen wir eine Fahrt mit dem Longboat und klettern durch den Dschungel über den Canopy Walkway.

Longboat im Taman Negara
Longboat im Taman Negara

Fahrt mit dem Longboat im Taman Negara Nationalpark

Für 9 Uhr hatten wir uns mit Bard verabredet, er brachte uns zum Frühstück in ein Roti Canai Restaurant. Anders als wir es von Pulau Kapas gewohnt waren, wurden hier die Rotis frisch zubereitet. Mit Zwiebeln und Käse war das eine leckere Sache. Der Kaffee war natürlich wieder extrem gesüßt – auf einen Milchkaffee ohne Zucker freue ich mich schon wieder.

Am Bootssteg setzten wir uns zu zweit in ein Longboat. Normalerweise fährt man zu viert, aber jetzt, wo kaum Touristen im Land sind, durften wir alleine fahren (200 Ringgit = 42€). Hinten war der Motor mit dem Bootsmann, vorne saß jemand, der Zeichen gab und mit einem Paddel steuerte.
Das Wasser war sehr flach und man musste aufpassen, nicht auf Steine zu fahren. Um uns herum zeigte sich ein sattes Grün, überall sich in den Himmel streckende Bäume, sich schlängelnde Äste und Blumen in allen Farben.

Nach etwa 50 Minuten fuhren wir auf die Steine und der Steuermann deutete uns an, auszusteigen. Durch flaches Wasser wateten wir über ein paar größere Steine zum Festland. Dort war ein kleiner Weg, der oberhalb des Flusses entlangführte. Man merkte, dass hier länger keiner mehr war, denn wir mussten uns durch zugewachsene Wege, herabgefallene Äste und Bäume hindurchschleichen. Nach etwa 45 Minuten waren wir am Ziel, denn der Weg war zu Ende. Über ein paar Felsen kletterten wir mithilfe eines Seils zum Wasser hinunter und hielten unsere Füße hinein. Ganz hereinspringen wollten wir nicht, da es doch sehr kalt und glitschig war. Außerdem war es sehr einsam, sodass man keine Hilfe hätte holen können, wenn doch etwas passiert wäre.

Kelah Sanctuary – Fischschutzgebiet im Taman Negara

Um 13.15 Uhr waren wir zurück am Boot und machten noch einmal Halt am “Kelah Sanctuary”, einem Schutzgebiet für Fische, wo wir auch Fischfutter für die Flussfische bekamen. Noch nie haben wir Fische gefüttert, doch es war lustig zu sehen, wie die Fische aus dem Wasser gesprungen kamen.

Auf dem Rückweg machte uns der Bootsmann noch auf einen Python aufmerksam. Wir hatten die Schlange, die im Baum saß, erst gar nicht gesehen, so dass der Bootsmann wendete und so lange hielt, bis ich die Schlange fotografiert hatte.

Python im Taman Negara
Python im Taman Negara

Canopy Walkway (Hängebrücke) im Taman Negara

Zum Ende der Bootstour baten wir, am gegenüberliegenden Ende herausgelassen zu werden. Wir hatten nämlich noch ein wenig Zeit, bevor der Canopy Walkway wieder schließen sollen. Ohne Pause marschierten wir erneut den Weg nach oben und kamen um 14.45 Uhr an. Die Leute dort waren sehr überrascht, uns zu sehen, denn wir waren wieder die ersten Touristen nach drei Monaten MCO. Nach ein paar Regeln durften wir auf die Hängebrücke. Das erste Stück war noch recht unspektakulär, doch im Laufe der kommenden Zwischenstationen ging es immer höher. Zwischen und über den Baumkronen schritten wir über die wackelige Brücke mit einem Abstand von 10 Metern zueinander. Begleitet wurden wir von einem Ranger, worüber ich auch sehr froh war. Auf der vierten Brücke ging es über eine Leiter vorwärts wieder runter, was eine neue Herausforderung darstellte.
Insgesamt waren es 280 Meter, die wir in luftiger Höhe verbrachten. Eigentlich sollten es laut Internet- und Buch-Recherche 530 Meter sein, doch ich war nicht traurig, dass es kürzer war.

Im Park genossen wir noch die Geräusche der Natur, bevor es zurück zur anderen Flussseite ging. Den Abend ließen wir bei einem malaysischen Burger om Ann’s ausklingen und uns anschließend von Bards Sohn wieder abholen. Das war wieder ein aufregender Tag.

Mit dem Bus reisen wir weiter von Kuala Terengganu nach Kota Bharu, um dort am nächsten Tag in den Dschungelzug zu steigen. Yoo, der Angestellte vom Qimi Resort auf Pulau Kapas, begleitet uns ein Stück, da er für ein paar Tage nach Hause fährt.

Pizza-Essen mit Yoo und Busfahrt nach Kota Bharu

Morgens nahmen wir unser malaysisches Frühstück auf der Terrasse des Restaurants ein. Ein letztes Mal genossen wir die Aussicht über die Marina von Kuala Terengganu. Da es regnete, ließen wir uns mit dem Caddy zu unserem Zimmer fahren.

Fahrt mit dem Caddy
Fahrt mit dem Caddy

Nach dem Anruf von Yoo, dass er unterwegs zum Busbahnhof Kuala Terengganu ist, machten wir uns auf den Weg. Oliver und Yoo organisierten uns Pizza, die wir am Busbahnhof verspeisten, denn nach drei Monaten wollten wir gemeinsam etwas Westliches essen

Pizza Essen mit Yoo
Pizza Essen mit Yoo

Yoo erzählte, dass der neue Mitarbeiter schon nach zwei Tagen das Handtuch geschmissen hat und Rose und Nolly nun wieder auf der Suche nach Personal sind. Das scheint gar nicht so einfach zu sein.

Die Busfahrt im Reisebus nach Kota Bharu war angenehm. Yoo stieg in seinem Heimatdorf aus und wir erreichten Kota Bharu gegen 19 Uhr.
Unser Hotel war nett, aber nichts Besonderes. Noch am selben Abend ließen wir uns per Grab-Taxi zum Bahnhof fahren, um zu schauen, ob am nächsten Tag der Zug fährt. Erst nach und nach öffnen die Geschäfte wieder und die Verkehrsbetriebe nehmen ihren Dienst wieder auf. Der Schalter am Bahnhof hatte schon geschlossen, aber ein Bahnangestellter versicherte uns, dass am folgenden Tag nachmittags ein Zug fahren würde. Dem Internet war diese Information nicht zu entnehmen.

Mit demselben Grab-Taxi fuhren wir in ein chinesisches Viertel, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten zu uns nahmen. Auf dem Rückweg zum Hotel entdeckten wir viele Häuser, die mit Graffiti bemalt waren, die einen religiösen Hintergrund zu haben schienen. Den Boden bedeckte ein gemalter, überdimensionaler Gebetsteppich.

Um uns langsam wieder an das Leben in der Stadt zu gewöhnen, verbringen wir einen Tag in Kuala Terengganu, Malaysia. Hier gehen wir einkaufen, auf den Markt und ich lasse mir die Haare schneiden.

Ein Tag in Kuala Terengganu auf eigene Faust

Nach langer Zeit sind wir nun wieder zu zweit unterwegs. Nach einem Frühstück im Hotel mit tollem Ausblick fahren wir mit einem Grab-Taxi zum großen Markt Pasar Besar Kedal Payang (Central Market). Hier herrscht trotz Corona reges Treiben. Viele Menschen halten jedoch Abstand und tragen einen Mundschutz.

Es gibt gebatikte Kleidung, Sarongs, Essen aus Palmöl, Kokos und Durian. Überall werden süße Getränke angeboten. Nach einem kurzen Spaziergang zog es uns in Richtung Chinatown, weil hier ein paar schöne Straßen sein sollten. Mehrere Gassen sind mit Graffitis verziert.

Per Zufall entdeckte ich ein Schild für einen Friseur. Kurzerhand sprang ich hinein und ließ mich eine Stunde verwöhnen, während Oliver in einem Café wartete. Die gute Frau kam aus Kambodscha und verstand sich auf das Waschen und Massieren des Kopfes. Die Schneidetechnik beherrschte sie nicht so gut, so dass die Haare recht kurz wurden. Das ist hier nicht weiter schlimm, weil sie ja zum Glück wieder nachwachsen und ich froh bin, die schon verfilzten Enden (durch Salzwasser etc.) los zu sein.

Fahrrad-Rikscha
Fahrrad-Rikscha

Anschließend genossen wir das schöne Wetter bei einem Spaziergang zum Einkaufszentrum KTCC, wo wir für Yoo, dem Angestellten von Qimi Resort von Pulau Kapas, Kartenspiele kaufen wollten. Unterwegs machten wir Halt in einer weiteren Mall, um Boat Noodles zu essen.
Die Einkaufszentren sind nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Es gibt viele leere Geschäfte und Ankündigungen für kommende Geschäfte. Lokale Mode und Billigartikel kann man neben diversen Lebensmitteln erstehen. Westliche Mode ist höchstens in Kuala Lumpur zu bekommen.
Es gab einen sehr kleinen Spieleladen, der das Kartenspiel Uno verkaufte.

Unterwegs kamen wir am Fußballstadion vorbei, das mit den Fußball-Legenden von Kuala Terengganu verziert ist.

Fußballstadion Kuala Terengganu
Fußballstadion Kuala Terengganu

Uns taten nach unserem Spaziergang die Füße weh, denn Schuhe sind wir nach drei Monaten auf der Insel nicht mehr gewöhnt. Abends hatte ich direkt Blasen von meinen Gummi-Birkenstocks.

Den Abend ließen wir im Restaurant unseres Hotels ausklingen. Auch hier wurden als Hauptgerichte Instant-Nudeln angeboten, was ich für ein 5-Sterne-Hotel sehr merkwürdig fand. Die Nudelsuppen und Burger wurden jedoch mit vielen frischen Zutaten verfeinert.