Schlagwort

Osaka

Browsing

Unser letzter Tag in der tollen Stadt Osaka in Japan stand bevor. Wir wollten noch ein paar Sehenswürdigkeiten entdecken und auf das Hochhaus Omida Skybuilding fahren, bevor es mit dem Zug weiter nach Kyoto gehen sollte.

Tickets für die Züge

Tickets Japan
Tickets Japan

Unser Gepäck schlossen wir am Eingang zur Metro-Station ein. Für unsere kurze Zugfahrt von Osaka nach Kyoto und auch für die Fahrt mit dem Shinkansen von Kyoto nach Tokio benötigten wir noch Tickets.
Der Erwerb von Tickets ist recht einfach: Über den Automaten sind große Linienpläne. Die Zahl an der Zielstation zeigt den Preis, den man für dieses Ticket zahlen muss (570 Yen von Osaka nach Kyoto).
Für die Tickets mit dem Shinkansen wählt man jedoch die Abfahrts- und Zielstation aus. Außerdem tippt man ein, ob man reservierte oder freie Plätze haben möchte und ob man ein Raucherabteil bevorzugt. Ja, man kann hier tatsächlich in Zügen (und auch Restaurants) rauchen, was für uns als Nichtraucher jedoch unerheblich ist.
Für den Tag in Osaka erwarben wir noch ein Tagesticket, das am Wochenende etwas günstiger ist und auch Vergünstigungen für Sehenswürdigkeiten impliziert.

Stadtteil Shinsekai

Shinsekai Automaten
Shinsekai Automaten

Den Stadtteil Shinsekai haben wir am Vortag bereits kurz kennen gelernt, hatten aber noch nicht alles gesehen, weshalb es uns heute erneut dorthin trieb. Auf vielen Straßen der Stadt befinden sich Automaten mit diversen Spielsachen, Dingen für den Setzkasten und auch Mini-Elektro-Artikel.
In einem der vielen Restaurant aßen wir Spießchen, die man einzeln aus der Karte auswählen konnte und teilten uns einen Okonomiyaki (s. Japan: Osaka-Food).
Die Straßen sind laternenbehangen. Alles ist bunt und laut. An den Straßen stehen viele Automaten, aus denen man sich diverses Spielzeug und auch technischen Kleinkram erwerben kann. Direkt daneben sind Automaten für Erwachsene, denen Inhalt sich uns nicht erschloss. Man kann sich denken, dass es sich um nicht jungendfreie Artikel handelt.

Donky Kong
Donky Kong

In einer der Spielhallen gab es Arcardespiele aus den 1980er und 1990er Jahren. Oliver ließ sich zu ein paar Runden Donkey Kong hinreißen. Spielhallen sind in allen Einkaufsstraßen in Japan zu finden. Es ist laut und zigaretten-verqualmt. Alle ballern oder lösen Strategie-Spiele, z.B. die einigen sicherlich noch aus den 80er Jahren von der Kirmes bekannten Münzenschiebe-Automaten.

Namba-Yasaka-Schrein

Namba-Schrein
Namba-Schrein

Den Namba-Yasaka-Schrein muss man wegen seines riesigen Gesichts gesehen haben. Wir waren aber durch die Lauferei in den letzten Tagen so k.o., dass wir nur kurz dort verweilten und dann einen Kaffee in einem Möbelhaus tranken.
Auch das Umeda Sky Building, das wir bei der Ankunft mit dem Bus schon gesehen hatten, reichte uns von außen. Die Warteschlange für den Aufzug war einfach zu lang.

Zugfahrt von Osaka nach Kyoto in Japan

Brav warteten wir mit unserem Gepäck in einer kleinen Schlange vor der Bahn. In Japan ist das ja super geregelt und funktioniert auch gut. Nur unser Gepäck passte nicht in die Ablagen im Zug, so dass wir es in den Gang stellen mussten. Ich habe später gelesen, dass man für großes Gepäck extra ein Ticket ziehen muss.
Nach 30 Minuten erreichten wir schon unser nächstes Ziel Kyoto. Hier wirkte alles viel entspannter, da nicht so viele Menschen wie in Osaka um uns herum rannten. Die Straßen erschienen nahezu leer.
Unser Hotel war in der Nähe des Bahnhofs, so dass wir dies schnell erreichten. Der Rezeptionist war mega freundlich. Er erklärte alles auf Englisch und sogar ein bisschen auf Deutsch (er lernt gerade Deutsch) und zeigte alles auf laminierten Bildern.

Bäder in Japan

Eine Sache faszinierte uns besonders: Das Bad hat eine Trockner-Funktion! Man schließt die Tür, startet das Programm und es entsteht eine Art Trockenraum, so dass die Kleidung nach ein paar Stunden trocken ist.
Ein ähnliches Bad hatten wir auch in Osaka, doch wir kannten diese Trockenfunktion nicht.
Auch die Toiletten in Japan sind ein Phänomen. Die Klobrille ist beheizt, alle weiteren “interessanten” Funktionen könnt ihr hier nachlesen. Selbst an Bahnhöfen finden sich diese modernen Toiletten, seltener gibt es auch noch die Hocktoilette.

Die Lebensmittel in Japan ähneln sich. Trotzdem gibt es einige Besonderheiten in machen Städten z.B. die japanische Pizza Okonomiyaki, die in Osaka mit anderen Saucen serviert wird. Auch Takoyaki, die Oktopusbällchen waren für uns neu. Aus Automaten kann man immer heiße und kalte Getränke ziehen, manchmal auch komische Gebilde in Fischform (s. Titelbild).

Takoyaki und Okonomiyaki nach Osaka Art

In dem Stadtteil Dotonbori findet man viele Geschäfte mit riesigen Werbetafeln. Genauso viele Restaurants preisen hier ihre Speisen an. Aus dem Bauchgefühl entschieden wir uns für ein Restaurant, da sul pro Takoyaki anbot, die lecker aussahen. Es handelt sich um kleine Teigbällchen mit individueller Füllung. Wir wussten jedoch nicht, dass wir diese selbst zubereiten mussten. Das heiße Eisen mit den kugelförmigen Einkerbungen stand auf dem Tisch, daneben eine Kanne mit Teig, ein Teller mit Oktopus-Stückchen und mehreren Saucen. Interessiert beäugten wir das Ganze bis eine Kellnerin beherzt herbeieilte und zeigte, wie es funktioniert.

Den Okonomiyaki nach Osaka Art (rechtes Bild) brachte man uns zum Glück fertig zubereitet.

Das Restaurant bzw. die Aufteilung sind noch zu erwähnen: Man sitzt an Vierer-Tischen und hat seinen eigenen kleinen Grill. Um Privatsphäre zu haben, kann man Vorhänge um sich herum zuziehen. Das wirkte etwas skurril, da das Restaurant eher den Eindruck einer Frittenbude machte. Außerdem durfte hier in bestimmten Teilen geraucht werden.

Kurumon-Food-Market

Auf dem Kurumon-Food-Market gibt es allerlei Köstlichkeiten. Die ersten drei Bilder zeigen die Zubereitung eines Rindfleisch-Spießchens und eines Kobe-Rind-Burgers (Spezialität aus Kobe in Japan).
In der folgenden Zeile sieht man fangfrische Meere”früchte”: Garnelen, Krebse und Seeschnecken.
Weiterhin gibt es Gemüse (hier Auberginen) asiatisch gewürzt, Mochi und diverse Teigwaren.

Vergnügungs- und Shopping-Viertel Shinsekai

In einem der vielen Restaurants nahmen wir an einer langen Theke Platz. Aus der Speisekarte konnten wir uns einzelne Spießchen auswählen, die man in Soja-Sauce tunken konnte. Dazu gab es Kohlblätter und Okonomiyaki.

Wieder besuchen wir einen Food-Market, diesmal in Osaka in Japan. Abends singen wir mit den Einheimischen Karaoke.

Kurumon-Food-Market

In der Nähe der Metro-Station hatte sich eine Menschen-Traube um ein Geschäft gebildet. Im Schaufenster wurden Baby-Hunde und -Katzen zum Kauf angeboten. Die Japaner waren ganz fasziniert davon.

Kaffee in Osaka
Kaffee in Osaka

In Asien vergeht für uns kaum ein Tag ohne einen Spaziergang auf einem Food-Market. Hier ist im Gegensatz zu dem Essen aus dem Supermarkt, das meist in viel Plastik verpackt ist, alles frisch.
Weitere Informationen hierzu findet ihr unter Japan: Osaka-Food.
Etwas schwieriger ist es jedoch einen Sitzplatz zu bekommen, wenn man einfach mal eine Pause bei einer Tasse Kaffee machen möchte. In einem sehr altmodischen Café bekamen wir dann eine Art heißes Wasser mit Milch in einer sehr antiken Tasse.

Vergnügungs- und Shopping-Viertel Shinsekai

Am frühen Abend suchten wir das Vergnügungs- und Shopping-Viertel Shinsekai auf. Durch mehrere Straßen, die teilweise überdacht sind, schlendert man an diversen Restaurants vorbei. Ähnlich wie wir es schon von japanischen Restaurants in Düsseldorf kennen, bilden sich vor den guten Restaurants lange Schlangen.
Die Restaurants ließen wir hinter uns und entdeckten einen Laden mit nett wirkenden Menschen. Schnell stellte sich diese Lokalität als Karaoke-Kneipe heraus, was typisch für Japan ist. Der Wirt und seine Frau waren verkleidet, mit einem kleinen Tablet konnte man sich Lieder auswählen.
Wir gaben unser Bestes und waren an dem Abend gern gesehene Gäste. Die Passanten kamen neugierig herein und bestaunten die beiden bekloppten Deutschen.
Um 23 Uhr war der ganze Spaß schon wieder vorbei, da alle zahlten. Es war erstaunlich früh für einen Samstagabend.

Heute reisen wir mit dem Bus von Hiroshima nach Osaka, wo wir zwei Tage verbringen wollen. In Japan gibt es neben dem guten Zugnetz auch eine Reihe von Busanbietern, die sehr gut bewertet sind. In Osaka übernachten wir in Bahnhofsnähe und lernen das Nachtleben kennen.

Busfahrt von Hiroshima nach Osaka in Japan

Bus nach Osaka
Bus nach Osaka

Mehrmals täglich verkehren Busse zwischen Hiroshima und Osaka. Nach ein paar Tagen in Hiroshima wollten wir recht früh los, um wieder eine neue Stadt kennen zu lernen. Der Bus war sehr komfortabel. Lustig waren die individuellen Verdunklungsmöglichkeiten (siehe Titelbild).

Pünktlich um 15 Uhr erreichten wir Osaka, wo uns riesige Hochhäuser empfingen. Am Umeda Sky Building endete die Fahrt und wir marschierten zu Fuß in unsere Unterkunft, die in der Nähe des Bahnhofs lag.
Alles funktionierte wunderbar mit Self-Check-In.

Der Stadtteile Dotonbori und Shinsaibashi-Suji

Mit der Metro lässt sich alles schnell erreichen. Das erste Ziel war der Stadtteil Dotonbori. Geschäfte über Geschäfte, ein Restaurant neben dem anderen. Alles glitzert und leuchtet. Überall hört man Musik und Verkäufer, die einen in die Läden locken wollen.
Das alles ließen wir auf uns wirken und sogen die neuen Eindrücke auf. In einer Seitenstraße kehrten wir in ein Restaurant ein. Raucher oder Nichtraucher? Wir wunderten uns noch immer über diese Frage.
Das Essen war eine Herausforderung, denn wir mussten es selbst zubereiten, ohne dass wir es vorher schon einmal gegessen hatten. Das gehört dazu, wenn man sich auf neue Kulturen und deren Essgewohnheiten einlässt. Diesmal gab es Takoyaki und Okonomiyaki nach Osaka Art.
Mehr dazu unter Japan: Osaka-Food

Ein lustiger Abend in zwei Rock-Kneipen

Im Anschluss schlenderten wir durch Shinsaibashi-Suji und kehrten in zwei Kneipen ein. Hierzu muss erwähnt werden, dass es nicht so einfach ist, eine Kneipe zu finden, in der man nicht essen muss.
Zufällig entdeckten wir an einer Wand die Namen Guitar-ra und 80s Rock-Bar. Beide Kneipen lagen in einem Geschäfte-Komplex. Mit dem Aufzug erreicht man einen Gang, von dem rechts und links geschlossene Türen zu Mini-Kneipen führen. Hier passen maximal zehn bis 20 Personen hinein.
Es hat Spaß gemacht, sich mal mit Einheimischen zu unterhalten und mit ihnen zu feiern.